29. Mai. 2019

Warum Sie Ihre Cloud-Ressourcen über ITSM-Prozesse steuern sollten

Die Anzahl der Unternehmen in Deutschland, die Cloud-Services nutzen, steigt stetig. Die Anbieter wie Microsoft, Google und Amazon können vor allem in puncto Kosten, Qualität und Flexibilität punkten. Doch wenn es um die Prozesse zur Verwaltung und Steuerung von Cloud-Umgebungen geht, zeigen sich vielschichtige Probleme: Wir zeigen, wie Sie diesen Problemen entgehen und Ihre Cloud-Ressourcen effizient über ITSM-Prozesse steuern.

Cloud-Steuerung über ITSM-Prozesse

Warum sollten die Cloud-Ressourcen über ITSM-Prozesse gesteuert werden?

Um zu verstehen, warum Cloud-Ressourcen über ITSM-Prozesse gesteuert werden sollten, schauen wir uns zunächst die Probleme, die mit der Nutzung von Cloud-Services einhergehen, genauer an.

Wildwuchs in den Griff bekommen

Problem:  Jeder Mitarbeiter im Unternehmen, der über einen Internetzugang und eine Kreditkarte verfügt, kann Cloud-Services konsumieren. Es gibt kein Regelwerk, wie etwa beim Bestellen von physischen Materialien, das die Bestellgrenze, die Berechtigung sowie Vorgaben beinhaltet. Die Folge ist, dass ein Wildwuchs an Software entsteht, der immer größer zu werden droht, wenn es keine Regelungen und keine Übersicht über Ressourcen und Zuständigkeiten gibt.

Lösung: Definieren Sie auch für Cloud-Services ein Regelwerk, die sogenannte Cloud Policy, und bilden Sie diese in einem zentralen Servicekatalog ab. So wird gesteuert, welche User-Gruppen welche Services bis zu welchem Umfang beantragen, verändern und stoppen dürfen.
Richten Sie ein Self-Service-Portal ein, über das die Anwender Cloud-Services in derselben Art und Weise bestellen, wie sie auch traditionelle Services beantragen. Idealerweise sollte es nur ein Self-Service-Portal im Unternehmen geben, sodass der Anwender nicht unterscheiden muss, ob ein Service mithilfe lokaler Ressourcen oder externer Cloud-Services erbracht wird.

Service Level Agreements sicherstellen

Problem: Die Einhaltung des Service Level Agreement für einen Business-Service kann (vor allem in hybriden Umgebungen) nur sichergestellt werden, wenn die Abhängigkeiten zu den beteiligten Cloud- und lokalen Infrastrukturkomponenten dokumentiert sind. Diese Transparenz ist aber häufig nicht gegeben. Außerdem werden Veränderungen in der Cloud-Umgebung oft nicht durch Change-Prozesse gesteuert. Das erhöht die Gefahr eines Service-Ausfalls.

Lösung: Definieren bzw. überprüfen Sie die Service-Levels der Cloud-Ressourcen und überwachen Sie diese auch. Außerdem muss die komplette für eine Applikation notwendige Infrastruktur mitsamt ihren Abhängigkeiten in derCMDB dokumentiert und über Change-Prozesse gesteuert werden, unabhängig davon, ob die Ressourcen von einer Public Cloud, Private Cloud oder dedizierter Hardware („Bare Metal“) zur Verfügung gestellt werden.

Kostenkontrolle behalten

Problem: Meist werden die Gesamtkosten aller externen Cloud-Services monatlich durch den Provider in Rechnung gestellt. Die IT muss daraus die Kosten für die einzelnen Leistungsempfänger innerhalb des Unternehmens ermitteln und zuordnen, was aufgrund der bereits beschriebenen Problematik der fehlenden Übersicht über Ressourcen und Zuständigkeiten einen großen manuellen Aufwand bedeutet. 

Lösung: Bei den meisten Providern können die genutzten Cloud-Ressourcen mit Namen, sogenannten „Tags", versehen werden, die dann in den Rechnungspositionen angezeigt werden und somit die Zuordnung zu dem Bereich ermöglichen, der die jeweiligen Kosten tragen muss. Weiterhin können diese Rechnungen über eine API automatisiert abgerufen werden. Das ermöglicht die vollautomatische Verrechnung der Cloud-Kosten.

Wie sieht die Architektur für das Cloud-Management aus?

Unser Best-Practice-Ansatz

  1. Lassen Sie die für das Cloud-Management notwendigen ITSM-Prozesse im ITSM-Tool ablaufen.
    Die oben beschriebenen Lösungen sollten Sie nicht als Einzellösungen realisieren sondern zentral mithilfe des ITSM-Tools. Dann werden die Cloud-Umgebungen nämlich genauso über die ITSM-Prozesse gesteuert wie die lokale, traditionelle Infrastruktur.
     
  2. Automatisieren Sie die Steuerung Ihrer Cloud-Services über Web-APIs und nutzen Sie bei vielen Schnittstellen ein spezielles Cloud-Automation-Tool.
    Prinzipiell könnten auch die Cloud-Automation Prozesse mithilfe des ITSM-Tools realisiert werden, denn moderne ITSM-Tools haben heute alle notwendigen Werkzeuge an Bord, um per Web-API die unterschiedlichen Virtualisierungsumgebungen und Cloud Provider anzusteuern. Wenn allerdings heterogene Strukturen mit Virtualisierungsumgebungen und Clouds unterschiedlicher Hersteller gesteuert werden sollen, entstehen schnell mehrere hundert Schnittstellen-Use-Cases. Als Alternative gibt es bereits eine Reihe von Cloud-Automation-Lösungen am Markt, die eine Vielzahl von Schnittstellen für die etablierten Cloud-Provider und Virtualisierungsplattformen out-of-the-box zur Verfügung stellen (z. B. FLOWSTER, RightScale, scalr oder IBM) und selbst eine Web-API zur Steuerung durch das ITSM-Tool anbieten.
     

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Themen: Cloud-Management




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