03. Mai. 2019

Hannover Messe 2019 - Was sind die Themen und Trends?

„Industrie 4.0 trifft Künstliche Intelligenz“ – so lautete das Leitthema der Hannover Messe 2019. Die USU hat 2019 zum ersten Mal auf der Weltleitmesse der Industrie teilgenommen, um ihre Software-Produkte für das Industrial Service Management zu präsentieren. 5 Messetage mit insgesamt über 200.000 Besuchern und viele interessante Gespräche liegen hinter uns. Wir zeigen, welche Trends es im Bereich Industrie 4.0 gibt und welche Anforderungen die Industrie an die Softwarehersteller hat, um ihre Themen umzusetzen.

Themen und Trends Hannover Messe 2019

Bestens vorbereitet mit dem Modell einer Heidelberger Druckmaschine im Gepäck, präsentierte die USU in der „Digital Factory“ in Halle 6, dass das Ineinandergreifen zukunftsweisender Themen wie Big Data Analytics, Predictive Maintenance, Service Automation und Wissensmanagement bereits heute möglich ist.

Wie kann die Industrie 4.0 realisiert werden?

Unser Showcase: Eine Heidelberger Druckmaschine (als Modell im Maßstab 1:50).

Die Daten der Druckmaschine werden permanent ausgelesen und über eine Schnittstelle in die USU-Cloud übertragen. Dort werden die Daten gespeichert und mit Hilfe der Big-Data-Analyse-Software Katana analysiert.

Das Live-Datenmaterial wird am Monitor visualisiert. Über einen Simulator wird die Maschine nun „manipuliert“. Katana erkennt die Anomalie in den Messdaten und löst eine Meldung aus, die über eine Schnittstelle im Service Management Tool Valuemation als Ticket angelegt wird.

Der Servicetechniker wird nun durch das integrierte Wissensmanagement unterstützt, das automatisch abgleicht, ob es bereits ähnliche Störungen zu diesem Thema gab und welche Lösungen sich bereits bewährt haben. Auch der weitere Serviceprozess, z. B. die Durchführung einer vorbeugenden Wartung oder der Austausch eines Ersatzteils durch den Field Service, wird über Valuemation gesteuert.

In den Gesprächen wurde deutlich, dass die Serviceverantwortlichen der Maschinen- und Anlagenbauunternehmen auf durchgängig digitalisierte Prozesse – von der Datensammlung über die automatisierte Auswertung und Visualisierung bis hin zu den nachfolgenden Serviceprozessen – besonders viel Wert legen.

Was sind die großen Themen, die die Industrie aktuell am meisten beschäftigen?

In unseren Gesprächen standen besonders die Themen Big-Data-Analyse und Predictive Maintenance mit all ihren Aspekten im Fokus:

Wartung und Instandhaltung optimieren

Nahezu jede Maschine oder Industrieanlage ist mittlerweile standardmäßig mit Sensoren ausgestattet, die eine Fernüberwachung per Software zulassen. Die Daten aus den Sensoren, wie z. B. Temperatur, Druck oder Feuchtigkeit, werden mittels einer Software erfasst und ausgewertet mit dem Ziel, die Bauteile der Maschine permanent zu überwachen und frühzeitig einen möglichen Ausfall von Komponenten vorherzusagen, bevor der Schaden entsteht. Predictive Maintenance, die „vorausschauende Wartung“, nutzt Mess- und Produktionsdaten („Big Data“) von Maschinen und Anlagen für die Ableitung von Wartungsinformationen. Ziel der Datenanalyse ist es, automatisiert Muster zu erkennen, die frühzeitig Störungen oder Ausfälle ankündigen und somit notwendige Wartungsmaßnahmen auslösen. Der Vorteil dieser zustandsgesteuerten Wartung im Vergleich zur regelmäßigen, zeitgesteuerten Wartung ist, dass sie nur dann durchgeführt wird, wenn sie auch wirklich notwendig ist. Im Vergleich zur rein reaktiven Wartung können lange Ausfallzeiten oder teure Reparaturen verhindert werden. 
Stellen Sie sich vor, Sie haben eine 5 Millionen Euro teure Druckmaschine. Wie genial wäre es, wenn Sie anhand des steigenden Farbverbrauchs automatisch erkennen könnten, dass sich die Lebensdauer der Walze dem Ende zuneigt? Noch bevor der Farbverbrauch von den Servicekräften bemerkt wird, ist die Walze getauscht.

Neue Betreibermodelle „as a service“ in der Industrie

Nicht nur Sensordaten, sondern Konfigurations- und Prozessdaten können in der Cloud gesammelt werden. Die über einen längeren Zeitraum und bei mehreren Kunden gesammelten Informationen machen den Hersteller zu einem Experten in Sachen Betriebsoptimierung. Das versetzt ihn in die Lage, die Verfügbarkeit seiner Maschinen beim Kunden nicht nur zu optimieren, sondern vielmehr zu garantieren. So entstehen Serviceverträge mit hohen Umsätzen und Erträgen. Die höchste Servicestufe ist letztlich die Vereinbarung von Produktionsmengen. Der Hersteller übernimmt dabei die komplette Verantwortung für Maschinen und Mitarbeiter – er wird also selbst zum Produzenten.

Fazit

Abschließend können wir sagen, dass die Themen Big-Data-Analyse sowie Predictive Maintenance in der Industrie heiß diskutiert werden und riesige Erwartungen damit verbunden sind. Viele Unternehmen haben bereits jetzt begonnen, sich mit diesen Technologien intensiv zu beschäftigen, um Ihr Servicegeschäft in den nächsten Jahren auf eine neue Stufe zu heben.

Nutzen Sie Ihre Remote-Daten bereits?

Wie Fertigungsunternehmen die Big-Data-Analyse nutzen können, um Ihr Serviceangebot auf eine neue Stufe zu heben, können Sie hier nachlesen.

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Themen: Organisation & Strategie




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