19.03.2015

Gartner-Summit: Steigende Bedeutung von IT Asset Management durch BYOD und Cloud-Angebote

Am 17. und 18. September fand in London wieder der jährliche Gartner IT Financial, Procurement & Asset Management Summit statt, der die folgenden aktuellen Fragen behandelte: Wie kann IT Asset Management (ITAM) einen Mehrwert für die IT und das Business erbringen? Welche Risiken und Herausforderungen bringen die sich rasant entwickelnden Themen Bring Your Own Device (BYOD) und die immer stärkere Dominanz von Cloud-Angeboten mit dem damit einhergehenden Kontrollverlust der IT für das Asset Management?

Beim Thema „Wie erbringt ITAM einen Mehrwert für die IT?“ war eine der Hauptfragestellungen: Wie kann denn dieser Wert überhaupt bestimmt und gemessen werden, damit ihn das IT-Management darstellen und kommunizieren kann? Die Kommunikation der puren IT-Operations-Kennzahlen, wie z.B. die Netzwerkverfügbarkeit, stellt diesen Mehrwert nicht dar, und diese KPIs werden von den Fachabteilungen (dem Business) auch meist nicht verstanden. Vielmehr sind Kennzahlen relevant, die den echten Wertbeitrag messen, z.B. die Ausfallzeiten der geschäftskritischsten Services, die Reduktion von Produktionszeiten oder der prozentuale Budget-Anteil, der in IT-Innovationen fließt im Gegensatz zu dem Anteil, der für das „Run“ des operativen IT-Betriebs notwendig ist. Gartner verfügt über zahlreiche Modelle und Frameworks, mit denen die IT ihren Beitrag zum „Business Value“ darstellen kann. Kernvoraussetzung dabei ist, dass die IT das Business konkret fragt, was es für Ziele und Herausforderungen hat. Aus Sicht der Analysten sollte der Mehrwert der IT offensiv vermarktet werden; das ist etwas, mit dem sich die IT-Verantwortlichen traditionell schwer tun. Aussagekräftige Kennzahlen, die in Dashboards dargestellt werden, und die das Business versteht, sind ein Schlüsselinstrument dafür.

Das zweite große Thema war BYOD. Die Vielzahl der mittlerweile von Mitarbeitern genutzten/mitgebrachten privaten Endgeräte stellt die IT vor viele neue Herausforderungen. Im IT Asset Management sind das konkret das Einhalten der Software-Lizenzverträge (Compliance) und die Gewährleistung von Datensicherheit. Welcher Mitarbeiter weiß schon genau, ob das Office-Paket auf seinem privaten Rechner überhaupt für nicht-private Zwecke lizenziert ist, oder ob die Lizenzmetrik des Softwareherstellers dessen Nutzung über (private) mobile Endgeräte kostenfrei zulässt? Zudem weiß die IT oft nicht mehr, auf welchen Endgeräten firmenbezogene Daten liegen. Über den Verlust der privaten Endgeräte, zum Beispiel bei Diebstahl, wird die Unternehmens-IT meist nicht informiert und kann so auch nicht feststellen, ob Firmendaten in falsche Hände geraten sein könnten. Umso wichtiger wird es für den Asset Manager, alle Geräte, die im Unternehmensnetzwerk genutzt werden, zu (er)kennen und ebenso die Daten darauf zu verfolgen. Gerade bei mobilen Geräten muss ebenfalls sichergestellt werden, dass die Daten und Programme auf diesen Devices per Remote Control gemanagt werden, damit sich im Verlustfall des Tablets/Smartphones/Laptops Daten auch von der IT löschen lassen.

Die dritte große Herausforderung für Asset Manager ist das immer weiter wachsende Angebot von Softwarelösungen aus der Cloud. Zum einen erfahren Asset Manager häufig nicht mehr, welche Programme überhaupt im Unternehmen genutzt werden, da die Angebote von den Mitarbeitern aus den Fachabteilungen direkt und an der IT vorbei bestellt werden. Zum anderen geht mit der wachsenden Zahl von Cloud-Anbietern auch der Kontrollverlust über die Speicherung der Daten einher. Welches Unternehmen kann sicherstellen, dass Mitarbeiter sensible Daten nicht irgendwo auf Dropbox oder Wuala ablegen? Hierbei können z.B. sogenannte URL-Scanner weiterhelfen, die überwachen, welche URLs von den Mitarbeitern genutzt werden.

Aus unserer Sicht sind dies die Hauptgründe, warum IT-Asset-Management-Lösungen weiter an Bedeutung gewinnen:

1. Risikominimierung durch Datensicherheit:

Ein Unternehmen muss jederzeit wissen, wo seine (sensiblen) Daten liegen, und sie müssen diese Daten damit wie Assets behandeln. Daten werden inzwischen überall genutzt und gespeichert, und Organisationen werden dadurch immer anfälliger für Datendiebstahl oder -manipulation. Zum Beispiel muss ein Krankenhaus aufzeigen können, wie es seine Patientendaten schützt und damit sicherstellt, dass diese Daten nicht in fremde Hände geraten. Ein beträchtliches Sicherheitsrisiko: Daten liegen vermehrt in der Cloud. URL Discovery Tools versuchen zu erfassen, welche URLs von Mitarbeitern aufgerufen werden , damit IT-Abteilungen überhaupt eine Chance haben herauszufinden, welche Cloud-Applikationen genutzt werden und wo ggf. Unternehmensdaten hinwandern.

2. Unterlizensierung und drohende Vertragsstrafen:

Software-Hersteller wollen in ihren Audits immer mehr Informationen zu Software- und Hardware-Komponenten sammeln, um daraus die Lizenzsumme zu berechnen. Dabei spielen neben den privat ins Unternehmen eingebrachten Devices insbesondere auch die virtuellen Umgebungen eine immer größere Rolle, denn Software-Hersteller unterscheiden oft zwischen der physischen Hardware-Konfiguration und der Konfiguration der virtuellen Maschine, auf der ihre Software betrieben wird. Damit steigt das Risiko einer im Unternehmen bislang nicht erkannten Unterlizenzierung, und gleichzeitig drohen dem Unternehmen Lizenzstrafen. Kein Wunder, dass auch die interne Revision immer mehr Informationen aus dem IT Asset Management einfordert.

3. Kontrollverlust verhindern:

Mobile Devices in einem IT-Asset-Management-System zu verwalten ist inzwischen ebenfalls essentiell geworden – nicht zuletzt, weil erste Software-Hersteller damit begonnen haben, ihre Lizenzmetriken umzustellen, um mobile Geräte mit in die Lizenzpreiskalkulation aufzunehmen. Firmeninterne App-Stores müssen zukünftig aktiv dafür Sorge tragen, dass nur die Software auf mobilen Geräten installiert und genutzt werden darf, die lizenztechnisch auch erlaubt ist. Das IT Asset Management muss die Information zur Software-Nutzung auf dem mobilen Gerät erkennen und verwalten. Durch die wachsende Vielfalt von mobilen Endgeräten wird das immer schwieriger: Zu den verschiedenen Handy-Betriebssystemen wie iOS, Android, Blackberry OS, kommen eigene Geräte (BYOD) dazu. Die Komplexität wird auch hier nicht geringer, denn mit Google Glass steht die nächste neue Art von Devices vor der Tür.

USU Valuemation im Gartner Market Guide for IT Asset Management Repository

Gartner hat die USU-Lösung Valuemation für den „Market Guide for IT Asset Management Repository“ (veröffentlicht am 6. Oktober 2014) mit 10 weiteren Wettbewerbern untersucht. Wir sind damit seit 2008 bereits zum fünften Mal in diesem Marktsegment unter den Top-Anbietern weltweit aufgeführt.

Zum Gartner „Market Guide for IT Asset Management Repository“

Wir zeigen Ihnen gerne, wie Sie mit den oben dargestellten Herausforderungen in Ihrem Unternehmen professionell umgehen können, und wie Sie mit Ihrer ITAM-Lösung Kosten und Risiken senken. Außerdem helfen wir Ihnen dabei, die Leistungsfähigkeit Ihrer IT für das Management Ihres Unternehmens transparent und Ihren Wertbeitrag nachvollziehbar zu machen Kontaktieren Sie uns!

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